Endlich war es so weit, worauf unser Deutscher Meister 2025 über 5.000 m Benjamin Klonowski das ganze Jahr hingearbeitet hatte: Finale der Europameisterschaften U20 im finnischen Tampere. Bereits im Vorjahr, in seiner jüngeren Altersklasse U18, konnte er über 3.000 Meter in Banská Bystrica (Slowakei) mit dabei sein und belegte Platz 10.
Pünktlich um 18:25 Uhr (OEZ) wurde das Rennen mit 21 Läufern im Rätina-Stadion, wo bereits 2022 die Master-WM stattfanden, im Dualstart gestartet. Mit im Feld waren fünf Teilnehmer, die im Vorjahr auch über die kürzere 3.000 Meter Distanz mit dabei waren. Nach dem ersten Kilometer bei einer Durchgangszeit von 3:00,7 lag Benjamin im mittleren Läuferfeld auf Rang 16 und auch nach 2.000 Meter (5:53) hatte er zwei Plätze verbessert, aber es fand sich noch kein richtiger Tempomacher im Feld. Bei der 3.000 Meter Marke (8:50) verbesserte er seine Position auf Rang 12 und kontrollierte weiterhin die führenden Läufer. Erst als weiter das Rennen verschleppt wurde, ging Benjamin nach 3.600 Meter weiter auf Rang 5 nach vorne, um in der Schlussphase weiter mit dabei zu sein. Nach 4.400 Meter (12:49) lag er auf Rang 8 und es sah weiter für ihn gut aus, bevor zum Schlussangriff gestartet wurde und diesen Platz bis ins Ziel verteidigte.
Gratulation zu Platz 8 bei der Europameisterschaft
Hinter dem türkischen Läufer Ali Tunc der in 14:22,05 als Siebenter ins Ziel lief, wurde Benjamin Klonowski in neuer persönlicher Bestzeit von 14:22,49 Minuten Achter und hatte nur einen Abstand von 7,9 Sekunden auf den belgischen Sieger Willem Renders, der im Vorjahr Platz 6 belegte.
Der Deutsche Leichtathletik-Verband berichtet auf seiner Homepage wie folgt:
Männliche U20
5.000 Meter
Benjamin Klonowski läuft mit Bestzeit in die Top Acht
In der Meldeliste über 5.000 Meter war der Name von Benjamin Klonowski (TuS Lichterfelde) als viertletzter zu finden gewesen. Doch der Langstreckler, der am Montag, dem Anreisetag, seinen 18. Geburtstag gefeiert hat, verkaufte sich im Finale glänzend. In einem taktischen Rennen, in dem die Läufer bis zum letzten Kilometer im Pulk unterwegs waren, sortierte er sich selbstbewusst weit vorne ein und musste schließlich nur eine Handvoll Athleten ziehen lassen, die das Tempo noch einmal ordentlich verschärften. In 14:22,49 Minuten wurde er Achter, in seinem erst zweiten 5.000-Meter-Rennen wurde obendrein eine neue Bestzeit notiert.
Ein wenig weiter hinten im Feld fand sich der zweite deutsche Starter Elias Kolar (LG Telis Finanz Regensburg) ein. Für ihn gingen auf Platz 16 14:37,00 Minuten in die Ergebnislisten ein, mit fester Wade humpelte er nach dem harten Rennen anschließend durch den Innenraum. David Scheller (LG Main-Spessart) stieg im Hinblick auf das 3.000-Meter-Finale am Samstag vorzeitig aus.

Gold gewann mit William Renders (Belgien; 14:14,59 min) ein Athlet, der im Vorfeld schon unter 14 Minuten geblieben war. Silber und Bronze blieben in Nordeuropa, der Schwede Karl Ottfalk (14:14,78 min) rannte vor dem Norweger Magnus Øyen (14:15,32 min) auf Platz zwei.
Stimme zum Wettbewerb
Benjamin Klonowski (TuS Lichterfelde):
Es hat sich mega angefühlt! Ich bin echt sauglücklich über dieses Rennen. Es war sehr taktisch am Anfang und hintenraus konnte ich kicken. Auf den Kilometern, die ich eigentlich am härtesten finde, habe ich auf die Uhr geschaut und habe mich noch so gut gefühlt. Einer vor mir ist hingefallen, ich bin froh, dass das nicht mich getroffen hat. Man musste schon extrem aufpassen – ein kleiner Fehler und man liegt am Boden. Ich habe jetzt Offseason und werde auf jeden Fall entspannen. Erst mal werde ich zuschauen und anfeuern. Dann mache ich das, worauf ich Lust habe, und belasse den Sport mal ein paar Tage im Hintergrund.
Foto: (c) by Dr. Martin Klonowski