U17-Europameisterschaft in Wien mit TuSLi-Beteiligung

Vom 3. bis zum 8. August fand in Wien die U17-Europameisterschaft im Ultimate Frisbee statt. Da dies ein großes und interessantes Event war, entschied ich mich, dorthin zu fahren und zuzuschauen. Ein weiterer Grund dafür war, dass ein guter Freund und Vereinskamerad beim TuS Lichterfelde (TuSLi) dort für die deutsche Nationalmannschaft spielte.

Bei den Jungen traten insgesamt elf Nationen an, bei den Mädchen acht. Austragungsort der Europameisterschaft war der ÖFB-Campus in Wien. Diese Anlage ist sehr modern ausgestattet und verfügt über mehrere, gut gepflegte Rasenplätze. Auch die Anbindung dorthin war sehr gut. Außerdem gab es auf dem Gelände einen künstlich angelegten Badesee, der von den Spielern und Zuschauern mit großer Freude genutzt wurde.

Man hat gemerkt, dass durch diese Europameisterschaft viel mehr Menschen auf Ultimate Frisbee aufmerksam geworden sind. Beispielsweise gab es im österreichischen Fernsehen einen Bericht über die EM und den Sport, in dem dazu aufgerufen wurde, sich die Spiele einmal anzuschauen. Beim Eröffnungsspiel zwischen Österreich und der Schweiz waren die Plätze sogar ausverkauft und somit die Ränge voll. Die Fanbasen der verschiedenen Länder sorgten immer wieder für gute Stimmung. Man hat dadurch deutlich gemerkt, dass Ultimate Frisbee gerade wächst und sich zu einem immer größeren Sport entwickelt.

Da es während der EM durchschnittlich etwa 38 Grad warm war, ziehe ich meinen Hut vor den Spielern und auch vor den ambitionierten Fans, die ihre Teams trotz der extremen Hitze angefeuert haben.

Das deutsche Team startete gegen Belgien, den späteren Europameister. Leider verlor Deutschland dieses Auftaktspiel. Durch die anschließenden Siege gegen Israel, Italien und Großbritannien qualifizierte sich Deutschland jedoch für das Viertelfinale. Dort trafen sie auf Schweden und konnten das Spiel souverän für sich entscheiden.

Im Halbfinale wartete Frankreich. Es entwickelte sich ein sehr spannendes Spiel unter den Augen einer großen Zuschauerschar. Am Ende musste sich Deutschland leider knapp mit 8:7 geschlagen geben. Im Spiel um Platz drei gegen die Schweiz zeigte das Team jedoch noch einmal eine starke Leistung und konnte die Partie für sich entscheiden. Im Übrigen: auch die deutsche U17-Mannschaft der Mädchen konnte mit einer wohlverdienten Bronze-Medaille nach Hause fahren.

Ein bedeutender Unterschied zwischen der Europameisterschaft und den deutschen Jugendspielen im Ultimate Frisbee ist die Anzahl der Spieler auf dem Feld. Bei der EM wurde sieben gegen sieben gespielt, während in Deutschland im Jugendbereich fünf gegen fünf gespielt wird. Außerdem waren die Felder bei der Europameisterschaft deutlich größer, wodurch das Spiel enorm an Intensität gewinnt.

Am Ende können wir alle sehr zufrieden mit der Leistung unseres Nationalspielers sein. Wir hoffen, dass er auch in Zukunft weiterhin erfolgreich Ultimate Frisbee spielen wird und wir vielleicht noch viele weitere Spieler zu Nationalspielern entwickeln können.

*Unser Nationalspieler: Philipp Heyn*

Philipp Heyn, Jahrgang 2011, war der jüngste Spieler im diesjährigen deutschen Team. Er spielte in der D-Line und erreichte mit insgesamt sieben Scorerpunkten den siebten Platz in der teaminternen Scorerwertung. Dafür gebührt ihm großer Respekt.

Auch Philipp selbst blickt sehr positiv auf die Europameisterschaft zurück. Sein Fazit: „Es ist einfach ein geiles Erlebnis und man kann so viele neue Kontakte knüpfen.“

Autor: Simon
Bilder: Simon

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TuSLi Redaktion

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