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TuSLi-Vereinszentrum: Spenden, Mitgliederdarlehen und Bürgschaft – kurz erklärt!

Liebe Mitglieder und Freunde des TuSLi,
noch in diesem Jahr soll es mit den Bauarbeiten losgehen, sofern uns Corona nicht weiter die Zeit raubt.
Das Wichtigste bei einem solch großen Bauvorhaben ist der finanzielle Aspekt. Klar ist, dass ein gemeinnütziger Verein nicht ohne die Unterstützung der Mitglieder und Freunde des Vereins ein eigenes Vereinszentrum bauen kann. Daher ist der TuSLi auf Spenden, Mitgliederdarlehen und Bürgschaften angewiesen. Doch was heißt das eigentlich genau? Welche Risiken und Vorteile hat man als Mitglieder, Privatperson oder Unternehmen? Wie möchten euch die einzelnen Möglichkeiten kurz darstellen:

Spenden

Eine Spende ist für den Verein die beste und einfachste Form an Geld oder Material zu kommen. Bei einer Spende gibt es keine Gegenleistung des Vereins. Der Spender unterstützt mit Geld oder Sachmitteln das Projekt/den Verein und erhält dafür eine Spendenbescheinigung, die man bei der Einkommensteuererklärung geltend machen kann. Somit wird die Steuerlast verringert, was sich positiv auf die Steuerschuld (wird minimiert) oder den Steuergewinn (wird erhöht) auswirkt. Heißt einfach gesagt, dass in der Regel ein klassischer Arbeitnehmer mehr Geld vom Finanzamt zurückbekommt. Die Spende ist an einen bestimmten Zweck, den der Spender vorgibt, gebunden.

Mitgliederdarlehen

Bei den Mitgliederdarlehen handelt es sich um klassische Darlehen oder Kredite, die man von Banken kennt. Ein Mitglied oder eine dem Verein nahestehende/s Person/Unternehmen gibt dem Verein ein Darlehen. Die beiden Parteien einigen sich in einem schriftlichen Vertrag über die Darlehenshöhe, die Rückzahlungsmodalitäten und über sonstige Bestimmungen wie zum Beispiel Zinsen. Der Verein darf Mitgliederdarlehen bis zu einem gewissen Maße annehmen. Er darf dabei nie den eigentlich Vereinszweck, grob gesagt der Ausübung des Sports, vergessen. Sobald der Verein nach außen wie eine Bank wirkt, verliert er die Gemeinnützigkeit und vieles mehr. Daher ist der Verein in der Regel an zinsfreien Darlehen oder an Darlehen mit einem möglichst geringen Zinssatz interessiert. Im Vergleich zu einer Spende, bekommt der Darlehensgeber sein Geld zurück und ggf. auch mit “Gewinn” anhand von Zinsen.

selbstschuldnerische Bürgschaft (Bestandteil der Förderung und Absicherung für den Senat)

Der Fördergeber, der Berliner Senat, bezuschusst das Vereinsprojekt mit 20%. Weitere 40% gibt er dem Verein als Darlehen. So muss der Verein zu Beginn “nur” 40% Eigenmittel (Ersparnisse, Spenden, Mitgliederdarlehen, Eigenleistungen) auftreiben. Für das Darlehen in Höhe von rund 400.000 Euro bzw. für die Dauer der Rückzahlung von wahrscheinlich rund 10 Jahren verlangt der Senat selbstschuldnerische Bürgschaften oder eine Bankbürgschaft. Für dieses Bauprojekt hat der Fördergeber zugestimmt, dass der TuSLi die Bürgschaften auf mehrere Schultern verteilen darf. Allerdings muss ein Bürge für mindestens 2.000 Euro bürgen. Was heißt das?
Es gibt zwei klassische Formen der Bürgschaft. Zum einen die BGB-Bürgschaft und zum anderen die selbstschuldnerisch Bürgschaft. Bei der BGB-Bürgschaft hat der Bürge ein deutlich geringeres Risiko, da der Hauptschuldner, in diesem Falle der TuSLi, erst mit vielen Schritten (Mahnung, gerichtliches Mahnverfahren, etc.) ermahnt wird. Leistet der Hauptschuldner die Zahlungen dann immer noch nicht, tritt der Senat an die Bürgen heran. Leider gibt es bei diesem Projekt nur die selbstschuldnerische Bürgschaft.
Diese ist im Vergleich zur BGB-Bürgschaft mit deutlich mehr Risiko verbunden. Denn Mahnschritte fallen weg und der Senat kann direkt an den Bürgen herantreten und die offenen Zahlungen einfordern. Der Senat schreibt in unserem Falle dazu: Die Inanspruchnahme des Bürgens erfolgt nur dann, wenn der Verein seine Rückzahlungsverpflichtungen gröblichst verletzt und andere Hilfen wie eine Stundung nicht zum Tragen kommen. Solange der Verein nur vorübergehend zahlungsunfähig ist, hat der Bürge anschließend ein Recht auf Rückzahlung seiner gebürgten Summe.

Warum sollte man also für den TuSLi und für das tolle Projekt bürgen?

Zwei Argumente stehen schon in der Frage selbst: Der TuSLi, ein durchaus attraktiver Sportverein im Südwesten Berlins. Das tolle Projekt, sprich ein eigenes Vereinszentrum.
Natürlich ist dem Verein das Risiko, welches die Bürgen eingehen, durchaus bewusst. Wir haben uns daher gefreut, dass wir die Bürgschaft auf viele Schultern verteilen können, sodass das Risiko für ein selbst deutlich geringer ist. Man darf auch nicht vergessen, dass in der Regel selten der Fall eintritt, dass der Senat die komplette Summe zurückfordert. Da muss im TuSLi einiges schief gelaufen sein bzw. müsste dieser kurz vor der Auflösung stehen. Es geht als wenn dann um jährliche Summen von rund 40.000 Euro, die der Verein an den Senat zurückzahlen muss.

Auch Bürgschaften werden schriftlich festgehalten. Es müssen keine Geldbeträge irgendwo fest hinterlegt werden und sollte man eines Tages seiner Bürgschaftspflicht aus diversen Gründen nicht mehr nachkommen, wird gemeinsam ein Ersatzbürge gesucht. Auch in diesem Fall sind geringe Bürgschaftshöhen sinnvoll. Selbstverständlich kann sich jeder einen Betrag ab 2.000 Euro selbst aussuchen. Eine Bürgschaft wird darüber hinaus nicht an die Schufa oder an eine andere Institution gemeldet. Der Bürge muss eine natürliche Person, aber nicht zwingend Vereinsmitglied sein. Personen unter 18 Jahren und Personen die sich in der Ausbildung befinden, dürfen nicht bürgen.

Alternative: Bankbürgschaft

Die Alternative wäre eine Bankbürgschaft. Im Prinzip ist eine Bankbürgschaft das gleiche wie eine selbstschuldnerische Bürgschaft. Nur, dass eine Bank für eventuelle Zahlungsausfälle bürgt. Die Bank lässt sich diesen “Service” selbstverständlich bezahlen und verlangt dafür, je nach Bank, 5.000-8.000 Euro pro Jahr. Auf 10 Jahre gerechnet, solange muss das Darlehen abbezahlt werden, würde da noch einmal eine enorme zusätzliche Belastung auf den Verein zukommen.

Um die Bürgschaft kommt der TuSLi nicht drum herum und möchte in erster Linie die teure Bankbürgschaft vermeiden. Wir hoffen, dass wir euch das Thema näher bringen konnten. Solltet ihr noch Fragen haben, könnt ihr uns jederzeit kontaktieren. Habt ihr euch bereits entschieden und möchtet den Verein als Bürgen unterstützen, könnt ihr euch am einfachsten über dieses Onlineformular unverbindlich eintragen oder teilt uns das auf den anderen Kommunikationswegen mit.

Wir bedanken uns bei allen Unterstützenden! Gemeinsam auf dem Weg in ein neues Zuhause! Euer TuSLi – Mehr als Sport!

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Maximilian Totel

Maximilian Totel

Vorstandsmitglied und Abteilungsleiter Schwimmen, Projektleiter "Neue TuSLi-Heimat"
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